Quarzküvette vs. Glasküvette: der vollständige Vergleich für Spektroskopiker
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Die Entscheidung Quarz- vs. Glasküvette ist in erster Linie eine Frage der Wellenlänge: Quarz überträgt 170–3.500 nm und ist Pflicht für jede Messung unter 320 nm (der UV-Grenze von optischem Glas); optisches Glas überträgt 350–2.000 nm und ist für reine Arbeiten im sichtbaren Bereich günstiger. Ein zweiter Faktor ist die chemische Verträglichkeit — Quarz verträgt konzentrierte Säuren und Thermoschock über 1.000 °C, während Glas auf neutrale wässrige Medien und ≤ 500 °C beschränkt ist. In den meisten UV-Vis-Laboren ist Quarz der Standard, Glas bleibt der Kostenoptimierung im sichtbaren Spektrum vorbehalten.
Quarzküvette vs. Glasküvette: der vollständige Vergleich für Spektroskopiker
Auf dieser Seite
- Kurze Antwort
- Wichtigste Unterschiede
- Wellenlänge & UV-Transmission
- Quarzqualitäten: JGS1, JGS2, JGS3
- Hinweise zur Fluoreszenz
- Chemische Verträglichkeit
- Kosten & Lebensdauerwert
- So unterscheiden Sie sie
- Entscheidungshilfe nach Anwendung
- Reinigung & Pflege
- Spektroskopie-Anwendungen
- Maßgefertigte Quarzküvetten
- FAQ
MachinedQuartz · Vergleichsratgeber
Quarzküvette vs. Glasküvette: der vollständige Vergleich für Spektroskopiker
UV-Transmission, Fluoreszenz, chemische Beständigkeit, Kosten und Lebensdauerwert — alle Faktoren, die Sie vor der Bestellung der richtigen Küvette brauchen.
Inhaltsverzeichnis
- Kurze Antwort: Was sollten Sie wählen?
- Wichtigste Unterschiede auf einen Blick
- Wellenlängenbereich und UV-Transmission
- Quarzqualitäten: JGS1, JGS2 und JGS3
- Hinweise zur Fluoreszenzspektroskopie
- Chemische Verträglichkeit
- Kosten und Lebensdauerwert
- So unterscheiden Sie Quarz von Glas
- Entscheidungshilfe nach Anwendung
- Reinigung und Pflege
- Ratgeber Spektroskopie-Anwendungen
- Maßgefertigte Quarzküvetten
- Häufig gestellte Fragen
Abschnitt 1
Kurze Antwort: Was sollten Sie wählen?

Standardquarz · 10 mm · UV-Vis

4-Fenster-Quarz · Fluoreszenz · JGS1

Quarz mit Stopfen · UV-Vis · dicht
Eine Quarzküvette ist eine optische Präzisionsküvette aus hochreinem Quarzglas (SiO₂), die je nach Qualität Licht von 170 nm bis 3500 nm überträgt. Eine Glasküvette besteht aus Borosilikatglas und ist auf Wellenlängen oberhalb von etwa 320–340 nm beschränkt. Der zentrale Unterschied ist die UV-Transmission: Quarz lässt UV-Licht durch, das Glas vollständig absorbiert.
Die richtige Antwort hängt von Ihren konkreten Wellenlängen, Proben und Reinigungsprotokollen ab. Die folgenden Abschnitte gehen jeden Faktor im Detail durch.
Abschnitt 2
Wichtigste Unterschiede auf einen Blick
Quarz- und Glasküvetten unterscheiden sich am deutlichsten im UV-Transmissionsbereich und in der optischen Qualität — zwei Faktoren, die direkt bestimmen, welches Material für Ihre Messwellenlänge und Anwendungsempfindlichkeit geeignet ist.
| Eigenschaft | Quarz (Quarzglas) | Optisches Glas | Sieger |
|---|---|---|---|
| UV-Transmission | ab 170 nm (JGS1) oder 220 nm (JGS2) | Grenze bei ~320–340 nm | Quarz |
| Transmission im Sichtbaren | voller Bereich 400–700 nm | voller Bereich 400–700 nm | Unentschieden |
| NIR-Transmission | bis ~2500–4500 nm | bis ~2000–2500 nm | Quarz |
| Autofluoreszenz | sehr niedrig — ideal für empfindliche Fluoreszenz | mäßig — kann schwache Signale überdecken | Quarz |
| Chemische Beständigkeit | ausgezeichnet (außer HF) | mäßig — wird durch starke Säuren/Laugen angegriffen | Quarz |
| Temperaturbeständigkeit | bis ~1650 °C; sehr niedriger Wärmeausdehnungskoeffizient | erweicht bei ~600–700 °C | Quarz |
| Kratzhärte | Mohs ~7; härtere Oberfläche | Mohs ~5–6; kratzt leichter | Quarz |
| Optische Qualität | Fensterplanheit ±0,01–0,05 mm Standard | weniger gleichmäßig in der Massenfertigung | Quarz |
| Brechungsindex | ~1,46 bei 589 nm | ~1,52 bei 589 nm (variiert) | anwendungsabhängig |
| Stückkosten | 30–150 $+ pro Standardküvette | 5–30 $ pro Standardküvette | Glas |
| Lebensdauer (bei Pflege) | 5–10+ Jahre | 1–3 Jahre | Quarz |
| Am besten für | UV-Vis, Fluoreszenz, Hochpräzision, aggressive Lösungsmittel | routinemäßige Kolorimetrie im Sichtbaren, Lehrlabore | — |
Abschnitt 3
Wellenlängenbereich und UV-Transmission
Der wichtigste Einzelunterschied zwischen Quarz- und Glasküvetten ist, wo sie Licht übertragen. Gemäß ASTM E275 (Standardverfahren für die UV-Vis-Spektrophotometrie) muss das Küvettenmaterial bei der Messwellenlänge transparent sein — eine Standardanforderung in regulierten Laborumgebungen. Glas absorbiert UV unter ~320–340 nm; Quarz überträgt ab 170 nm.
Das ist für mehrere gängige Assays entscheidend:
- DNA-/RNA-Quantifizierung bei 260 nm — erfordert UV-taugliches Quarz. Glas macht die Messung wertlos.
- Protein-Absorbanz bei 280 nm — Glas absorbiert bereits bei 280 nm erheblich.
- HPLC-Fraktionsanalyse bei 210–220 nm — tiefes UV; nur JGS1-Quarz funktioniert zuverlässig.
- Kolorimetrie im Sichtbaren (450–700 nm) — beide Materialien sind gleich gut. Glas ist hier die kostengünstige Wahl.
Abschnitt 4
Quarzqualitäten: JGS1, JGS2 und JGS3
Nicht jedes Quarz ist gleich — und das erklären konkurrierende Artikel selten. „Quarzküvette“ umfasst drei verschiedene Quarzglas-Qualitäten, jede mit anderer UV-Grenze, Reinheit und Kosten. Die falsche Qualität zu wählen ist ebenso problematisch wie Glas zu verwenden, wenn man Quarz braucht.
JGS1
Transmission: 170–2500 nm
- hochreinstes synthetisches Quarzglas
- tiefes UV bis 170–180 nm
- am besten für Nukleinsäuren, Fern-UV-Protein, Vakuum-UV
- entspricht der Qualität Hellma QS / Suprasil®
- teuerste Qualität
JGS2
Transmission: 220–2500 nm
- Standard-UV-Quarz
- deckt die meisten UV-Laboranwendungen ab
- Protein A280, DNA A260, Standard-UV-Vis
- bestes Verhältnis von Leistung und Kosten
- am häufigsten als „UV-Quarzküvette“ verkauft
JGS3
Transmission: 260–3500+ nm
- IR-Quarzglas (niedriger OH-Gehalt)
- hervorragende Nah- und Mittelinfrarot-Transmission
- für NIR-Spektroskopie-Anwendungen
- UV-Grenze ~260 nm — nicht für DNA-Arbeiten
- mittlere Kosten
Abschnitt 5
Hinweise zur Fluoreszenzspektroskopie
Fluoreszenzmessungen reagieren weit empfindlicher auf das Küvettenmaterial als einfache Absorbanz. In der Fluoreszenzspektroskopie erfasst der Detektor emittierte Photonen — jedes Material, das selbst unter Anregung fluoresziert, trägt ein Hintergrundsignal bei, das schwache Probenfluoreszenz überdeckt.
Quarz (JGS1/JGS2)
Sehr geringe Eigenfluoreszenz. Bevorzugt für FRET-Assays, Tryptophan-Fluoreszenz, Einzelmolekül-Experimente und alle Arbeiten mit Signal-Rausch-Anforderungen unter 1 nM Konzentration.
Optisches Glas
Mäßige Autofluoreszenz, besonders bei Anregung im UV-Bereich (270–400 nm). Kann niedrig konzentrierte Fluorophore oder zelluläre Assays völlig überdecken. Nur für hochkonzentrierte Proben akzeptabel.
4-Fenster-Küvetten
Verwenden Sie für Fluoreszenzarbeiten eine 4-Fenster-Quarzküvette mit allen vier polierten Flächen. Das ermöglicht Anregung und Emission aus jedem Winkel — wesentlich für die Standard-Fluorometer-Geometrie.
Anwendungsfälle, die Quarz für Fluoreszenz erfordern: FRET-Assays, Fluoreszenzpolarisation und -anisotropie, Tryptophan-Fluoreszenzstudien (~280 nm Anregung), qPCR-Fluoreszenzstandards und Umwelt-Spurenanalytik bei niedrigen Konzentrationen.
Abschnitt 6
Chemische Verträglichkeit
Quarzglas ist gegenüber den meisten Laborreagenzien chemisch inert. Sein Si–O–Si-Netzwerk widersteht Säureangriff, organischen Lösungsmitteln und mäßigen Laugen. Die eine kritische Ausnahme ist Flusssäure (HF), die Quarz schnell ätzt. Glasküvetten bergen zusätzlich das Risiko ionischer Auslaugung — Borosilikatglas kann Bor-, Natrium- und Spurenmetallionen in wässrige Lösungen abgeben und so ICP-MS oder empfindliche elektrochemische Messungen stören.
| Reagenzklasse | Quarz-Verträglichkeit | Glas-Verträglichkeit |
|---|---|---|
| Wässrige Puffer (pH 3–10) | ausgezeichnet | ausgezeichnet |
| Starke Säuren (H₂SO₄, HCl, HNO₃) | ausgezeichnet | mäßig — mit der Zeit angegriffen |
| Starke Laugen (NaOH >1 M) | mäßig — langsame Ätzung | schlecht — erhebliche Auslaugung |
| Flusssäure (HF) | nicht verträglich | nicht verträglich |
| Organische Lösungsmittel (Aceton, DMSO, Ethanol) | ausgezeichnet | gut |
| Aromatische Lösungsmittel (Toluol, Xylol) | ausgezeichnet | mäßig |
| Chlorierte Lösungsmittel (DCM, Chloroform) | ausgezeichnet | mäßig |
| Konzentrierte Phosphorsäure | ausgezeichnet | schlecht |
Abschnitt 7
Kosten und Lebensdauerwert
Quarzküvetten kosten deutlich mehr als Glas — typisch das 3- bis 10-Fache pro Stück. Bewertet man jedoch die Kosten pro Messung über die Lebensdauer der Küvette, erweist sich Quarz für aktive Labore oft als wirtschaftlicher.
Küvette aus optischem Glas
Standard 10 mm Schichtdicke, 3,5 mL. Niedrige Anschaffungskosten, aber Lebensdauer typisch 1–3 Jahre bei regelmäßigem Gebrauch. Anfälliger für Absplitterungen, Kratzer und chemischen Abbau.
Quarzküvette (Quarzglas)
Standard 10 mm Schichtdicke, Qualität JGS2. Höhere Anschaffungskosten, aber richtig gepflegte Quarzküvetten halten 5–10+ Jahre. Bessere Kratzfestigkeit, chemische Beständigkeit und optische Qualität.
Für hochvolumige Routinearbeiten im sichtbaren Bereich (z. B. OD600-Zelldichte im Lehrlabor) ist Glas völlig vernünftig. Für Forschungsanwendungen, bei denen UV-Bereich, Fluoreszenzempfindlichkeit oder chemische Verträglichkeit zählen, macht die Langlebigkeit von Quarz es über einen Mehrjahreshorizont kosteneffizienter.
Abschnitt 8
So unterscheiden Sie Quarz von Glas ohne Beschriftung
Quarz- und Glasküvetten sehen nahezu identisch aus. Wenn Sie unbeschriftete Küvetten übernehmen oder eine Schachtel ohne Kennzeichnung erhalten, gibt es drei zuverlässige Identifizierungsmethoden.
Methode 1: Spektrophotometer-Scan (am genauesten)
Füllen Sie die Küvette mit destilliertem Wasser und führen Sie einen Leerscan von 190–400 nm durch. Lesen Sie ab, wo die Transmission beginnt:
| Transmission beginnt bei | Material |
|---|---|
| ~170–190 nm | JGS1 Tief-UV-Quarz |
| ~220 nm | JGS2 UV-Quarz |
| ~260 nm | JGS3 IR-Quarz |
| ~320–340 nm | Optisches Glas |
| >400 nm | Kunststoff (Einweg) |
Methode 2: Herstellerkennzeichnung
Qualitätshersteller ätzen oder säuremarkieren ihre Küvetten auf einer nicht-optischen Fläche. Übliche Codes: „Q“ oder „UV“ für Quarz, „G“ oder „VIS“ für Glas, „I“ oder „IR“ für IR-Quarz. MachinedQuartz ätzt alle Küvetten mit der Materialqualität auf der schwarzen (nicht-optischen) Seite.
Methode 3: UV-Lampen-Fluoreszenztest
Glas fluoresziert unter einer 254-nm-Kurzwellen-UV-Lampe blau-weiß. Quarzküvetten bleiben sichtbar dunkel — sie übertragen UV, statt es zu absorbieren und wieder abzustrahlen. Das ist ein schneller Feldtest, aber weniger zuverlässig als die Spektrophotometer-Methode.
Abschnitt 9
Entscheidungshilfe: Quarz vs. Glas nach Anwendung
Schritt-für-Schritt-Auswahl
Unter 340 nm — Sie brauchen Quarz. 340–700 nm — beide Materialien funktionieren. Über 700 nm (NIR) — Quarz (JGS3 bevorzugt).
Ja — nur Quarz. Hintergrundfluoreszenz von Glas verfälscht empfindliche Messungen. Nein — weiter zu Schritt 3.
Organische Lösungsmittel, starke Säuren oder aggressive Puffer — Quarz klar bevorzugt. Nur wässrige Puffer — Glas ist akzeptabel.
Tägliche Forschungsnutzung — Quarz amortisiert sich mit der Zeit. Gelegentliches Screening im sichtbaren Bereich — Glas ist kostengünstig.
Ja — Quarz lässt sich zuverlässiger auf engere Toleranzen bearbeiten als Glas.
| Anwendung | Empfohlenes Material | Qualität / Hinweise |
|---|---|---|
| DNA-/RNA-Quantifizierung (A260) | Quarz | JGS1 oder JGS2; UV-Bereich wesentlich |
| Proteinquantifizierung (A280) | Quarz | JGS2 ausreichend |
| Enzymkinetik (340–500 nm) | Quarz | beide funktionieren; Quarz wegen Langlebigkeit bevorzugt |
| Kolorimetrie im Sichtbaren / OD600 | Glas oder Quarz | Glas akzeptabel; spart Kosten |
| Fluoreszenzspektroskopie | Quarz (4-Fenster) | fluoreszenzarmes JGS1/JGS2; alle 4 Flächen poliert |
| HPLC-UV-Fraktionsanalyse (210 nm) | Quarz | JGS1 für tiefes UV erforderlich |
| NIR-Spektroskopie (1000–2500 nm) | Quarz | JGS3 (IR-Quarz) bevorzugt |
| Messungen in organischen Lösungsmitteln | Quarz | chemische Beständigkeit entscheidend |
| Lehrlabore / OD-Screening | Glas | kostengünstig nur für sichtbaren Bereich |
| Einweg / Hochdurchsatz | Einweg-Kunststoff | Siehe Küvetten-Auswahlhilfe |
Abschnitt 10
Reinigung und Pflege: Quarz vs. Glas
Richtige Reinigung ist entscheidend, um die optische Qualität zu erhalten und die Lebensdauer zu verlängern — besonders bei Quarz, wo ein Kratzer auf einer optischen Fläche eine über 100 $ teure Küvette unbrauchbar machen kann. Das Protokoll unterscheidet sich aufgrund unterschiedlicher chemischer Beständigkeit leicht zwischen Quarz und Glas.
Unterschied bei Glas: Vermeiden Sie längeren Kontakt mit starken Laugen (NaOH >0,1 M). Borosilikatglas laugt unter alkalischen Bedingungen aus und beeinträchtigt sowohl die Küvettenoberfläche als auch Ihre Probe durch eingebrachte Bor- oder Natriumionen.
| Reinigungsmittel | Quarz | Glas | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Spülung mit destilliertem Wasser | ✓ | ✓ | immer der erste Schritt |
| Verdünnte HNO₃ (5–10 %) | ✓ | ✓ | Standard-Routinereinigung |
| Piranha-Lösung | ✓ | kurz verwenden | Abzug erforderlich |
| NaOH >0,1 M | nur kurzer Kontakt | vermeiden | laugt Glas aus; langsame Ätzung an Quarz |
| HF (jede Konzentration) | niemals | niemals | ätzt beide irreversibel |
| Hellmanex III / Decon 90 | ✓ | ✓ | kommerzielle Küvettenreiniger |
| Aceton / IPA | ✓ | ✓ | organische Verunreinigung |
| Abrasive Tücher | niemals | niemals | zerkratzt optische Flächen |
Abschnitt 11
Spektroskopie-Anwendungen: Welche Küvette für welche Technik?
Verschiedene Spektroskopietechniken stellen unterschiedliche Anforderungen an Küvettenmaterial, Geometrie und optische Qualität. Die folgende Tabelle ordnet die gängigsten Labor-Spektroskopiemethoden dem passenden Küvettentyp zu.
| Spektroskopietechnik | Wellenlängenbereich | Küvettenmaterial | Besondere Anforderungen |
|---|---|---|---|
| UV-Vis-Absorbanz (DNA, Protein) | 220–340 nm | Quarz JGS1/JGS2 | 2-Fenster-Standard; UV-Qualität wesentlich |
| Kolorimetrie im Sichtbaren (Bradford, BCA, OD600) | 400–750 nm | Glas oder Quarz | Glas akzeptabel; geringere Kosten |
| Fluoreszenz (EEM, Emissionsscan) | 250–800 nm Anr./Em. | Quarz 4-Fenster | alle 4 Flächen poliert; niedrige Autofluoreszenz |
| Zirkulardichroismus (CD) | 190–260 nm | Quarz JGS1 | kurze Schichtdicke 0,1–1 mm; sehr dünne Wände |
| NIR-Spektroskopie | 700–2500 nm | Quarz JGS3 | IR-Qualität, niedriger OH-Gehalt; Standard 2-Fenster |
| Raman-Spektroskopie | sichtbarer Laser + Stokes-Verschiebung | Quarz | niedriger Fluoreszenzhintergrund entscheidend |
| Atomabsorption (AAS) | 190–900 nm | Quarz-Durchflussküvette | Durchfluss-Bauform; chemische Beständigkeit |
| HPLC-UV-Detektion | 200–400 nm | Quarz-Durchflussküvette | abgeglichene Schichtdicke; Lösungsmittel-Verträglichkeit |
Für die meisten UV-Spektroskopie-Anwendungen — einschließlich Nukleinsäure-Quantifizierung (A260), Protein-Absorbanz (A280) und Analyse aromatischer Verbindungen — ist eine Standard-JGS2-Quarzküvette mit 10 mm Schichtdicke die Standardwahl. JGS1 ist nur erforderlich, wenn Messungen unter 220 nm reichen, etwa beim Fern-UV-Zirkulardichroismus oder der Vakuum-UV-Spektroskopie. Glasküvetten sind für Routinearbeiten im sichtbaren Bereich völlig akzeptabel, etwa Bradford-Protein-Assays, Zelldichtemessung bei 600 nm oder ELISA-Plattenleser-Validierung bei 450–650 nm.
Abschnitt 12
Wann maßgefertigte Quarzküvetten sinnvoll sind
Quarzküvetten mit 10 mm Standard-Schichtdicke decken den Großteil des Laborbedarfs ab. Mehrere Szenarien erfordern jedoch nicht standardmäßige Konfigurationen — und hier wird der Bearbeitbarkeitsvorteil von Quarz gegenüber Glas bedeutsam.
Nicht standardmäßige Schichtdicke
Sie benötigen präzise Volumenkontrolle — Submikroliter-Mikroküvetten (0,1–1 mm Schichtdicke) oder lange 50–100-mm-Küvetten für die Spurenkonzentrationsanalyse.
Enge optische Toleranzen
Forschung, die eine Schichtdickengenauigkeit besser als ±0,05 mm erfordert. Quarz lässt sich zuverlässig auf ±0,01 mm Toleranz fertigen — Glas ist in dieser Präzision schwerer zu erreichen.
Sondergeometrie
Durchflussküvetten, zerlegbare Bauformen oder Küvetten mit bestimmten Z-Maßen für die Gerätekompatibilität. Siehe den Z-Maß-Ratgeber für Details.
MachinedQuartz fertigt maßgefertigte Quarzküvetten in drei Verfahren — Standard 80, Sintered 80 und Sintered 83 — jeweils für unterschiedliche Toleranz- und Geometrieanforderungen geeignet. Siehe die Seite zur Küvetten-Sonderanfertigung oder den Ratgeber zum Fertigungsverfahren für Details.
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Stöbern Sie in Standard-Quarzküvetten (JGS1/JGS2) oder fordern Sie ein Angebot für Sonderanfertigungen mit nicht standardmäßigen Schichtdicken, Geometrien und engen Toleranzen an.
Küvettenkatalog ansehen Maßgefertigte Quarzküvetten Angebot anfordernAbschnitt 13
Häufig gestellte Fragen
Nur für den sichtbaren Teil. Glasküvetten übertragen ab etwa 320–340 nm aufwärts und eignen sich daher für Messungen im sichtbaren Bereich (400–700 nm). Für jede Messung unter 320 nm — einschließlich DNA bei 260 nm und Protein bei 280 nm — absorbiert Glas zu stark für verlässliche Ergebnisse. Sie brauchen Quarz.
Funktional ja. In der Küvettenbranche werden „Quarzküvette“ und „Quarzglasküvette“ synonym verwendet. Beide bezeichnen hochreines SiO₂-Material. Technisch haben natürliches kristallines Quarz und synthetisches Quarzglas leicht unterschiedliche Eigenschaften, aber Laborküvetten werden unabhängig von der Bezeichnung aus synthetischem Quarzglas hergestellt.
UV-Quarz (JGS1/JGS2) ist Quarzglas mit hohem OH-Gehalt, optimiert für UV-Transmission bis 170–220 nm. IR-Quarz (JGS3) ist Quarzglas mit niedrigem OH-Gehalt, optimiert für Nahinfrarot-Transmission bis 3500+ nm. Eine IR-Quarzküvette für die DNA-Quantifizierung bei 260 nm liefert ungenaue Ergebnisse, weil ihre UV-Grenze bei etwa 260 nm liegt. Bestätigen Sie die Qualität stets vor der Bestellung.
Spülen Sie sie sofort nach Gebrauch mit destilliertem Wasser oder demselben Lösungsmittel wie Ihre Probe. Bei hartnäckigen Rückständen in verdünnter HNO₃ (5–10 %) oder einer kommerziellen Küvettenreinigungslösung (Hellmanex III, Decon 90) einweichen. Niemals HF oder abrasive Tücher verwenden. Mit fusselfreiem Optiktuch durch sanftes Tupfen trocknen — optische Flächen niemals wischen. Dasselbe Protokoll gilt für Glasküvetten, vermeiden Sie jedoch längeren Kontakt mit starken Laugen.
Quarzglas erfordert extrem hochreines Ausgangsmaterial (synthetisches SiO₂) und muss bei Temperaturen über 1600 °C hergestellt werden. Die optischen Flächen werden auf Planheitstoleranzen von wenigen Mikrometern geschliffen und poliert — ein arbeitsintensiver Präzisionsprozess. Glas lässt sich bei niedrigeren Temperaturen mit einfacheren Rezepturen herstellen. Das Ergebnis ist ein Preisunterschied vom 3- bis 10-Fachen, gerechtfertigt durch die längere Lebensdauer und die überlegene optische und chemische Leistung von Quarz.
Quarzküvetten halten Autoklav-Temperaturen (121 °C) stand, aber Thermoschock ist ein Risiko, wenn die Küvette schnell von kalt auf große Hitze wechselt. Standard-Autoklavieren mit allmählichem Aufwärmen ist im Allgemeinen sicher. Allerdings sollten weder Quarz- noch Glasküvetten mit Deckeln oder Stopfen autoklaviert werden, die im Inneren Druck erzeugen können.

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